Diese Vereins-Chronik wurde erstellt, um festzuhalten, wie viel Arbeit und welche Kosten investiert wurden, damit unser Vereinshaus auch für nachfolgende Generationen als Sport- und Begegnungsstätte erhalten bleibt.

Dies ist jedoch nur möglich, wenn auch zukünftige Generationen bereit sind, sich selbstlos für den Erhalt einzusetzen. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die den Verein haupt- und ehrenamtlich unterstützt haben und dadurch erst das ermöglichen, was wir heute als unser Vereinshaus schätzen dürfen.

1962Am 29. Oktober gründeten acht Sportschützen in der Bahnhofswirtschaft den Schützenverein Edesheim 1962 e. V. – zugleich war dies das erste „Schießlokal“ des Vereins.
1962Am 26. Mai 1963 wurde im Saal „Krautheimer“ feierlich der Schießstand eingeweiht.
1964Der Verein zählt 30 Mitglieder. Die erste Vereinsfahrt führt nach Oberstetten im Kreis Biberach.
1966In diesem Jahr wechselt der Verein sein Vereinslokal. Im Gasthaus „Zum Goldenen Engel“ wird im vorhandenen Saal ein Schießstand mit sieben Anlagen eingerichtet.
1967Die Patenschaft mit dem Schützenverein Oberstetten wird ins Leben gerufen und legt den Grundstein für eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Vereinen.
1969Zum ersten Mal richtet der Verein den Kreisschützenball aus.
1972Zum 10 jährigen Vereinsjubiläum zählt man bereits über 60 Mitglieder. Beim großen Festbankett und einem Festgottesdienst wird die Vereinsfahne eingeweiht.
1973Im "von Gropperschen" Anwesen an der Staatsstraße entsteht durch Umbau des alten Lagergebäudes das erste Vereinslokal mit Schießstand. Der Verein richtet zum zweiten Mal den Kreisschützenball aus.
1974Der Kreisschützenball des Schützenkreises Landau findet bereits zum dritten Mal in Edesheim statt.
1977/78Trotz Turbulenzen in der Vereinsführung wächst die Mitgliederzahl auf 80.
1980Mit 90 Mitgliedern überzeugt der Verein durch vorbildliche Jugendarbeit und zahlreiche erfolgreiche Nachwuchsschützen.
1982Zum 20-jährigen Bestehen zählt der Verein über 100 Mitglieder und zeigt große Aktivität: Die erste Dorfmeisterschaft mit 24 Teams wird ins Leben gerufen. Beim Jahrmarkt in den Winzerhöfen zieht der Verein für vier Tage ins Weingut Schwedhelm. Mit Festwagen und Fußgruppe nimmt man am Jubiläumsumzug des Patenvereins Oberstetten teil. Zum Abschluss wird der Kreisschützenball ausgerichtet. Das eigene Jubiläumsfest muss aus Termingründen ins Folgejahr verschoben werden.
1983Am 18. und 19. Juni feiert der Verein sein 20-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass werden eigens Schützenkostüme und -anzüge angefertigt.
1984Am Buß- und Bettag wird erstmals eine Schützenwanderung durchgeführt – seither ein fester Bestandteil des Jahresprogramms.
1987Zum 25. Vereinsjubiläum erscheint eine Festschrift. Mit Kreisschützenball, Festgottesdienst und Festwochenende inklusive Umzug – bei dem auch die Musikkapelle aus Steinhausen (Bayern) teilnimmt – wird den Mitgliedern und Helfern viel abverlangt. Die Mitgliederzahl steigt 1988 von 120 auf 140, ein Zeichen des lebendigen Vereinslebens und nachhaltiger Festnachwirkungen.
1991Zum sechsten Mal lädt der Verein die Kreisvereine zum Kreisschützenball nach Edesheim ein.
1992Zum 30. Gründungsfest startet der Verein das lang ersehnte Projekt eines eigenen Schützenhauses. Dank guter Zusammenarbeit und solider Finanzen wird das Vorhaben möglich. Ein Festbankett findet in der Turnhalle Edesheim statt. Zudem werden im Schießstand alle Stände von manuell auf elektrischen Antrieb umgerüstet – nicht nur bei den Festen tut sich etwas.
1993Die Pläne für ein Schützenhaus müssen leider zurückgestellt werden, da die hohen Nebenkosten für das Gelände, die nicht förderfähig sind, nicht getragen werden können.
1994Das erste Ostereierschießen wird veranstaltet.
1995In diesem Jahr werden dem Schützenverein mehrere Grundstücke für einen Neubau angeboten. Mit 160 Mitgliedern ist man „guten Mutes“. Zudem lädt der Verein zum Kreisschützenball in die Gemeindehalle ein.
1996Anträge für ein neues Schützenhaus werden gestellt – damit beginnt der lange „Behördenmarathon“.
1997Der Schützenverein im Schockzustand: Der Vermieter kündigt den Mietvertrag. Trotz Bemühungen bleibt die Entscheidung bestehen. Nun ist schnelles und überlegtes Handeln gefragt.
1998Auf der Suche nach einer neuen Bleibe muss der Verein Alternativen zum geplanten Schützenhausneubau prüfen. Die langen Wartezeiten bei Zuschussanträgen erschweren die Situation zusätzlich.
1999Nach Androhung einer Räumungsklage muss der Verein das Gelände an der Staatsstraße bis Juni verlassen. Im Februar beginnt ein neuer Abschnitt: Mit der Raiffeisenbank wird ein Mietvertrag abgeschlossen und ab Mai wird im neuen Domizil umgebaut. Die größte Arbeitsleistung erfolgt auch mit Unterstützung von Nichtmitgliedern. Da der Verein ein halbes Jahr „heimatlos“ ist, finden die Rundenkämpfe bei Gastvereinen statt. Die Weihnachtsfeier kann mit Sondergenehmigung im provisorischen Schützenhaus stattfinden.
2000Am 12. Februar wird das neue Schützenhaus eingeweiht. Im Erdgeschoss stehen elf Schießstände für Luftdruckwaffen zur Verfügung. Für den Keller ist bereits die Einrichtung eines 25-Meter-Kurzwaffenstandes geplant.
2001/02Der Verein zählt jetzt 180 Mitglieder. Trotz einer Nachbarsklage gegen die Baugenehmigung bleibt die Hoffnung auf Vereinssport, Geselligkeit und Kameradschaft ungebrochen.
2002Es bleibt viel zu tun: Der geplante Keller-Schießstand führt zu einer gerichtlichen Klärung. Erstmals wird der Jahrmarkt in den neuen Räumen gefeiert. Dank einer Computerspende kann der Verein nun moderne Analyse- und Auswertungsmethoden im Schießsport nutzen und die aktiven Mitglieder entlasten.
2003Vor dem Verwaltungsgericht Neustadt wird ein Verfahren wegen der beim Kommen und Verlassen des Schützenhauses entstehenden Geräusche eingeleitet, mit dem Ziel der Lärmminderung.
2004Eine Einhausung und die Verkleidung des Eingangsbereichs mit Aluminium-Glas-Elementen werden beschlossen und bis Jahresende umgesetzt.
2005Der Eingang des Schützenhauses wird nach Süden verlegt.
2006Auf Vorschlag des Verwaltungsgerichts Neustadt wird mit der klagenden Nachbarschaft ein Vergleich geschlossen: Vereins- und schießsportliche Veranstaltungen bleiben möglich, fremde Veranstaltungen und Vermietungen an Nichtmitglieder sind untersagt. Weitere Feiern unterliegen Einschränkungen oder müssen der Nachbarschaft angezeigt werden.
2007Der Bau des Kurzwaffenschießstandes im Keller beginnt und wird bis auf die Absauganlage in Eigenleistung erstellt. Kreative Lösungen sorgen für optimale Raumnutzung. Beim 50-jährigen Gründungsfest des Patenvereins Oberstetten nimmt der Verein mit eigenem Wagen und Weinausschank teil – die Edesheimer Weinhoheit Julia I. ist dabei. Das Schützenhaus erhält einen eigenen Stromanschluss, getrennt von der Oberhaardter Raiffeisenbank. Nach über 2000 Arbeitsstunden ist der neue Schießstand nahezu fertig.
2008Im Februar wird der Schießstand von Behörden und Sachverständigen abgenommen und genehmigt. Mitte Juli startet eine kleine Gruppe Sportschützen den Schießbetrieb. Jahrmarkt, Rundenkämpfe und Weihnachtsfeier verschieben die Einweihung auf das nächste Jahr
2009Am 18. April wird der Kurzwaffenstand eingeweiht. Die Mitgliederversammlung beschließt den Kauf der ehemaligen Raiffeisenlagerhalle, dem heutigen Schützenhaus, und beauftragt den Vorstand mit den Verhandlungen unter Berücksichtigung der Finanzen. Seit Mai ist das Vereinsheim Eigentum des Vereins – der Traum vom eigenen Haus ist endlich erfüllt. Zudem gibt es eine Anfrage eines Mobilfunkanbieters für einen Masten auf dem Gelände.
2011Der Sendemast wird errichtet. Für die 50-Jahr-Feier 2012 wird ein Festausschuss gegründet. Das erste Event zum Jubiläumsjahr ist der Silvester-Sektumtrunk „Uff’ ins Jubiläumsjohr“ am Wachthäusel neben dem Rathaus – für alle Mitglieder und Gäste.
2012Pünktlich zur Weihnachtsfeier 2011 präsentiert der Festausschuss die Festschrift zum 50-jährigen Vereinsbestehen. Das Jubiläumsjahr ist geprägt von besonderen Veranstaltungen, mit dem Festbankett am 30. Juni als Höhepunkt. Dem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ mit Kirchenchor folgt ein festlicher Zug mit Fahnen und den Kuckucksmusikanten zur Gemeindehalle. Der Schützenverein Edesheim wird Mitglied im Behindertensportverband.
2013Neue Initiative bei der Weihnachtsfeier: Spendenaktion zugunsten der Edenkobener Tafel.
2014Erstmals in der Vereinsgeschichte erhält Christian Rieder im Juni 2014 die Auszeichnung „Stiller Star des Monats“ vom DSB.
Beim Kinder- und Jugendfest zur 1300-Jahrfeier der Gemeinde Edesheim beteiligt sich der Verein mit vier Lasergewehren, bei denen Jugendliche ihre Treffsicherheit zeigen können. Auch beim Schulfest begeistern die Schützen mit ihren Lasergewehren die Schüler.
Beim historischen Festumzug am 7. September sind wir mit den Nummern 5 und 6 vertreten und stellen die Gründung Edesheims dar – unter anderem mit der Schreibstube im Kloster Weißenburg, wo ein Mönch die Schenkungsurkunde verfasst.
2016Der Deutsche Sportschützenbund (DSB) zeichnet den Verein für das Engagement „Helfen kann ganz einfach sein“ zugunsten der Edenkobener Tafel mit der Auszeichnung „Schützenhilfe – Verein des Monats“ aus.
Anschaffung einer neuen Haubenspülmaschine und Vereinsausflug ins Berchtesgadener Land.
Auszeichnung mit dem „Stern des Sports“ in Bronze für die jährliche Sammelaktion zugunsten der Edenkobener Tafel. Von 27 Bewerbern erreichen sieben die Mindestpunktzahl, der Verein wird für sein besonderes gesellschaftliches Engagement gewürdigt. Ein großer Stolz für den Verein.
2017Der Schützenverein erhält von den PFALZWERKEN im Rahmen des Vereinssponsorings einen Scheck über 200 € für das Sonderprojekt „Soziales Engagement“ (Kategorie IV).
Bei den Sternen des Sports gewinnt der Verein zum zweiten Mal den bronzenen Stern für das Projekt „Erste Hilfe – Leben retten!“ und wird damit für sein besonderes gesellschaftliches und soziales Engagement ausgezeichnet.
2018Deckenumbau im Vereinsheim: Die Decke wurde durch eine Akustikdecke ersetzt, um die Geräuschkulisse zu reduzieren. Gleichzeitig wurde die Innenbeleuchtung auf moderne LED umgestellt. Auch der Wirtschaftsraum erhielt eine farbliche Auffrischung.
2019Digitalisierung im Verein: Der Schützenverein hat eine elektronische Schießanlage angeschafft und den Einbau in Eigenregie durchgeführt. Die Gesamtkosten von 30.000 € wurden mit einer Unterstützung der Ortsgemeinde Edesheim in Höhe von 6.000 € getragen.
2020Chronik der Corona-Pandemie – Auswirkungen auf unseren Schützenverein (2020–2023)
Seit Wochen hält das Coronavirus die Welt in Atem. Aufgrund der bundesweiten Corona-Richtlinien wurden vom DSB, PSSB und Schützenkreis Landau alle Sport- und Vereinsaktivitäten abgesagt. Die Dorfmeisterschaft wurde nach der ersten Runde abgebrochen, Ostereierschießen und Fischessen am Karfreitag fanden nicht statt. Das Vereinsheim bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

März – Mai/Juni 2020: Allgemeines Schießverbot während des ersten Lockdowns
Mit dem bundesweiten Lockdown im März 2020 wurden sämtliche Sportstätten, einschließlich unserer Schießstände, geschlossen. Der Trainingsbetrieb sowie alle Vereinsaktivitäten und Veranstaltungen mussten vollständig eingestellt werden. Der Verein ruhte in dieser Zeit komplett.

Sommer – Herbst 2020: Teilweise Wiedereröffnung unter strengen Auflagen
Ab dem Sommer 2020 war unter strengen Hygienevorgaben eine eingeschränkte Nutzung der Schießstände wieder möglich. Es galt Maskenpflicht, Abstandsregeln, Desinfektionspflicht und Dokumentation der Anwesenden. Nur Einzeltraining war zulässig. Gesellige Zusammenkünfte, Schützenfeste und Wettkämpfe blieben untersagt.
2020/21November 2020 – Frühjahr 2021: Zweite Lockdown-Phase

Mit dem Beginn der zweiten Pandemiewelle kam es erneut zur kompletten Schließung aller Sportstätten. Der Schießbetrieb musste erneut eingestellt werden. Nur Kadersportler im Leistungssportbereich durften unter besonderen Bedingungen weiter trainieren. Das Vereinsleben kam erneut vollständig zum Erliegen.
2021/22Sommer 2021 – Frühjahr 2022: Langsame Rückkehr zum Vereinsbetrieb

Unter 3G- bzw. 2G-Regelungen konnte der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden. Es galten weiterhin Hygienevorgaben wie Maskenpflicht außerhalb des Schießstands, regelmäßiges Lüften und Abstandhalten. Erste kleinere Veranstaltungen und Versammlungen konnten wieder stattfinden. Größere Schützenfeste blieben weiterhin nicht erlaubt.
2022/23Ab Mitte 2022 – April 2023: Rückkehr zur Normalität

Mit der Stabilisierung der pandemischen Lage wurden die meisten Einschränkungen aufgehoben. Der Vereinsbetrieb normalisierte sich, Training, Wettkämpfe und auch das gesellige Vereinsleben waren wieder vollumfänglich möglich.
Am 7. April 2023 endeten schließlich alle bundesweiten Corona-Maßnahmen – damit kehrte auch der Schützenverein in den regulären Betrieb zurück.
2024Aufgrund fehlender Luftzufuhr kam es im Vereinsheim zu Unterdruck und damit verbundenen Zugerscheinungen. Zur Behebung dieser Probleme wurde eine Lüftungsanlage für die Küche und den Gastraum installiert.
2025Ehrenamtskarten in der Verbandsgemeinde Edenkoben verliehen
Mit der Ehrenamtskarte des Landes Rheinland-Pfalz werden Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren. Sie ist sichtbarer Ausdruck von Dank und Wertschätzung für langjähriges Engagement. In der Verbandsgemeinde Edenkoben konnten nun zwölf Mitglieder des Schützenvereins Edesheim für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt werden.
Die Ehrenamtskarte erhielten: Fritz und Cäcilia Weyand, Reinhard und Petra Schuhmann, Klaus und Wolfgang Albrecht, Christian Rieder, Dieter Eckerle, Karl Wadlinger, Norbert Baumann, Klaus Schreiner, Frank Poser

Förderung durch BASF
Im Rahmen der „Förderung für soziale Projekte“ stellte unser Verein einen Antrag zur Unterstützung der Jugendarbeit. Ziel war die Anschaffung von zwei Lasergewehren sowie spezieller Rollstuhlhilfsmittel. Die BASF bewilligte uns hierfür eine Förderung in Höhe von 3.500 €. Dank dieser wertvollen Unterstützung konnten wir unser Angebot für Jugendliche erweitern und insbesondere die inklusive Teilnahme am Training nachhaltig verbessern.